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Geschichte der Stadt Tübingen
und der Universität


Seit der Zeit der Alemannen gab es eine ständige Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Tübingens. Schriftliche erwähnt wurde sie erstmals im Jahr 1078. Unter den Pfalzgrafen von Tübingen wurde sie in den Rang einer Stadt erhoben und ist seit 1231 urkundlich auch so belegt.

Der Graf von Württemberg kaufte das schnellwachsende Tübingen 1342. Unter seiner und der Führung seiner Nachfolger stieg sie bald zur zweitgrößten Stadt in Württemberg auf. Nach außen hin sichtbares Zeichen der wachsenden Bedeutung war der Bau des bis heute am Marktplatz stehenden Rathauses 1435.

Unter Mitwirkung seiner Mutter, die bereits maßgeblich an der Gründung der Universität Freiburg beteiligt war, gründete der württembergischen Graf Eberhard im Barte 1477 die Universität Eberhardinia in Tübingen. Von den heutigen Studentenzahlen war man in den ersten Jahren allerdings noch weit entfernt: Die durchschnittliche Zahl aller Studenten betrug damals um die 40, stieg aber im Laufe der Jahre ständig an.

Damals stellte die Universität noch eine Art Staat innerhalb der Stadt dar, Studenten, Professoren und unmittelbar mit dem Betrieb der Universität verbundene Handwerker, waren als so genannte "akademische Bürger" nicht der Gerichtsbarkeit der Stadt unterworfen, sondern nur dem Rektor der Universität. Sein direkter Untergebener war der Pedell, der in Personalunion Polizei und Staatsanwaltschaft der Universität in sich vereinte. Für die Studenten sicher ebenso wichtig war der Kanzler, ständiger Vertreter des Papstes an der Universität. Er allein hatte das Recht die erworbenen akademischen Titel zu verleihen.

Von 1480 an lebten die Studenten unter strenger Aufsicht und geradezu klösterlichen Bedingungen gemeinsam in der sogenannten Bursa am Neckarufer. Die Möglichkeit privat innerhalb Tübingens unterzukommen, und auch das nur unter schweren Auflagen, wurde erst 100 Jahre später geschaffen.

Im Jahr 1507 wurde auf Befehl Herzog Ulrichs mit dem Ausbau der alten pfalzgräflichen Burg zu einer Festung begonnen. Er setzte sich stark für die Reformation ein und zeigte dies unter anderem dadurch, dass er die Universität, um das Evangelische Stift erweiterte.

Herzog Christoph fügte 1592 das Collegium Illustre hinzu, um ein weltliches Gegengewicht zum Stift aufzubauen, dessen Aufgabe die Ausbildung zukünftiger Staatsdiener sein sollte.

Nachdem Herzog Karl Eugen 1767 zum Rektor der Universität "gewählt" wurde fügte er seinen Namen dem Eberhards hinzu, so dass der Name der Universität nun Eberhardina-Carolina war.

Es folgte eine Durststrecke, denn mit der Gründung der "Hohen Karlsschule" in Stuttgart verlor die Universität praktisch alle ihre "weltlichen" Studenten. Als die "Karlsschule" bereits 1794 wieder geschlossen wurde, kamen ihre Professoren aber nach Tübingen, was wieder einen deutlichen Schub nach vorne brachte.

Unter König Friedrich verlor die Universität schließlich ihre Sonderrechte und musste bis hin zur Fächerwahl der Studenten Einmischungen des jeweiligen Monarchen hinnehmen.

Erst 1817 konnte sie einen Teil ihrer Rechte zurückgewinnen und es wurde auch die erste staats-wirtschaftliche Fakultät gegründet. Nachdem der Studienbetrieb des Collegium Illustre der zahlreichen Kriege wegen nicht mehr aufrechterhalten werden konnte, wurde es endgültig geschlossen. Aus dem Gebäude wurde das Wilhelmsstift, dass der katholischer Theologen diente.

In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts boomte Tübingen regelrecht das Stadtgebiet wurde um das Ammertal erweitert und die Wohngebiete näherten sich immer weiter an das damals noch eigenständige Lustnau an. Kern dieses Gebiets war die zeitgleich erbaute Neue Aula. Als Tübingen 1861 an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde, begann die Ausweitung Tübingens auf dem südlichen Neckarufer.

Zwei Jahre später wurde an der Universität die erste naturwissenschaftliche Fakultät Deutschlands.

Zu den 400 Jahr Feiern konnte Tübingen sich mit knapp 1000 Studierenden und der damals rekordverdächtigen Zahl von 7 Fakultäten rühmen.

Zeitgleich mit den anderen Universitäten in Deutschland ließ Tübingen ab dem Wintersemester 1904/1905 endlich auch Studentinnen zu.

Trotz des 1. Weltkriegs wuchs Tübingens Einwohnerzahl weiter an. 1934 wurden die anliegenden Dörfer Lustnau und Derendingen Teilorte Tübingens und sind heute praktisch komplett in das Stadtgebiet integriert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das praktisch unversehrte Tübingen Sitz der französischen Militärregierung, die für das damalige Württemberg-Hohenzollern zuständig war. An der Universität wurde der Studienbetrieb nach einem Semester Unterbrechung am 15.10.45 wieder aufgenommen.

Nach dem Krieg begann die Bevölkerung rasant zu wachsen und seit den 50er Jahren breitet Tübingen sich auch auf den umliegenden Höhenlagen aus. Im gleichen Maße wie die Einwohnerzahl stieg auch die Zahl der eingeschriebenen Studenten seit den 60er Jahren ständig an.

Heute studieren rund 23.000 Studenten an der Universität Tübingen und Prognosen zufolge wird mit einem jährlichen Zuwachs im vierstelligen Bereich bis mindestens 2010 gerechnet.

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